Warum in Forchheim?

Regionale Entsorgung für die Kommunen

Warum brauchen wir eine Klärschlammverbrennungsanlage bei uns in Forchheim?


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  • Eine Anlage für die Region
  • Ideale Voraussetzungen vor Ort
  • Gute verkehrliche Anbindung

Eine Anlage für die ganze Region

Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht wurde bereits in den 1960er-Jahren gegründet. Ihm gehören neben der Stadt Freiburg weitere 28 Städte und Gemeinden aus dem Umland an. Er hat die Aufgabe, die Abwässer von aktuell ca. 375.000 Menschen aus einem Einzugsgebiet von 650 km² zu sammeln und auf dem Verbandsklärwerk in Forchheim zu reinigen. Die Abwasserreinigung in einer großen Anlage, an einem zentralen Standort, hat sich bewährt. Sie ist nicht nur wirtschaftlicher als in kleineren Anlagen, sondern auch besser überwacht und von höherer Qualität.

Die Klärschlammverbrennung ist eine sehr anspruchsvolle und kostenintensive Technik. Wie die Kläranlage auch, kann sie umso besser und wirtschaftlicher betrieben werden, je mehr Klärschlamm zusammenkommt. Nach dem Vorbild des Abwasserzweckverbandes wurde daher ein neuer Zweckverband gegründet, der KZV Südbaden, dem insgesamt 27 Kläranlagen angehören und rd. 1,4 Mio. Menschen am Oberrhein, von Rastatt im Norden bis Weil am Rhein im Süden. Alle Kläranlagen liegen verkehrsgünstig entlang der Autobahn und wir in etwa in der Mitte. So können lange Anfahrten vermieden und CO₂ eingespart werden.

Der Zweckverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Wir erstreben keinen Gewinn. Da die kommunalen Mitglieder selbst Anteilseigner sind und der Zweckverband die Betreibergesellschaft ist, steht die Versorgungs- und Preissicherheit bei voller Kostentransparenz im Vordergrund. Wir sind nicht abhängig von privaten Unternehmen. Die Entsorgung bleibt in unserer öffentlichen Hand.

„Der Erfolg unseres Abwasserzweckverbandes ist das Ergebnis einer von Anfang an funktionierenden, vom Solidaritätsgedanken getragenen interkommunalen Zusammenarbeit.“ (Otto Neideck; Verbandsvorsitzender und Erster Bürgermeister, Stadt Freiburg, im Ruhestand)

Diese Erfolgsgeschichte würden wir gerne im KZV Südbaden fortsetzen.



Ideale technische und wirtschaftliche Voraussetzungen vor Ort

Wir haben für die Genehmigung ähnliche Standorte in der Region untersucht. Die meisten Klärwerke in der Region sind eindeutig zu klein. Wir brauchen aber größere Kapazitäten, damit die Klärschlammverbrennung wirtschaftlich betrieben werden kann.

Der Standort in Forchheim ist besonders gut geeignet, weil er nicht nur genug Platz und Kapazität hat, sondern durch das vorhandene große Klärwerk mit seiner Biogasanlage die neue Verbrennungsanlage energieautark gefahren werden kann. Das spart CO₂ und Kosten. In der Region gibt es keinen zweiten Standort mit so guten technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen.

Aus betriebstechnischer Sicht verfügt die Kläranlage bereits über geschultes Personal im Umgang mit Fremdschlämmen, im Betrieb einer thermischen Klärschlammbehandlungsanlage und in der Wartungs- und Instandhaltung einer thermischen Großanlage. Hinzu kommt, dass die Kläranlage bereits rund um die Uhr besetzt ist. Dies zusammen genommen erhöht die Betriebssicherheit der geplanten Verbrennungsanlage in besonderem Maße.

Aus abwassertechnischer Sicht verfügt die Kläranlage über ausreichende Reservekapazität zur Behandlung der zusätzlich anfallenden Prozesswässer. Ein Ausbau der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage ist beim Bau einer Prozesswasserbehandlung nicht erforderlich.

Besonders kostensparend wirkt sich die Möglichkeit aus, Hallen, Einrichtungen, Leitwarte (Prozessleitsystem) und Werkstätten, der jüngst sanierten und erweiterten Kläranlage auch für den Betrieb der Verbrennungsanlage nutzen zu können.



Gute verkehrliche Anbindung

Der Standort in Forchheim schneidet im Vergleich mit anderen Standorten auch wegen seiner verkehrlichen Anbindung besonders gut ab. Alle unsere Partnerkommunen liegen entlang der Autobahn. Die Klärschlämme können mit Lkws über die Autobahn A5 und die Ausfahrten Herbolzheim und Riegel geliefert werden. Aufgrund der bestehenden Ortsumfahrungen ist es bei uns möglich anzuliefern, ohne dass die Lkws durch Ortskerne oder Wohngebiete fahren müssen.

Hierbei handelt es sich voraussichtlich um maximal 13 bis 20 Lkws pro Tag, sodass an der Autobahn und an den Ausfahrten mit keinen zusätzlichen Staus zu rechnen ist.  Die Verkehrsbelastung der relevanten Anlieferer-Straßen erhöht sich maximal um 0,3 – 0,61 % (bezogen auf alle Fahrzeuge). Der reine Schwerlastverkehr (SV) weist eine Mehrbelastung von maximal 4,5 – 10 % auf.

Der Weg zur Anlage ist ausgeschildert, und es besteht bereits eine gute Straßenverbindung zum Klärwerk, die auf solche Fahrzeuge ausgerichtet ist. Das Werksgelände selbst wurde neu strukturiert und hat seit 2022 ein neues Verwaltungsgebäude mit Anlieferungszone und Tor. Wir benötigen keine neuen Straßen und verfügen bereits über eine hervorragende Infrastruktur. Auch dies spricht für den Standort in Forchheim.


Mirco Ebeling Geschäftsleitung

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Mirco Ebeling
Geschäftsleitung
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Tel.: 0761 152173-0


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